JfL 37

TITEL: Jahrbuch für fränkische Landesforschung, Bd. 37 (1977). XVI u. 260 S. mit 2 Kte., 3 Taf. mit 3 Abb., Broschur
HERAUSGEBER: Zentralinstitut für fränkische Landeskunde und allgemeine Regionalforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg
ISBN: 3-7686-9019-9


 

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Zum Inhalt

Der Band 37 des Jahrbuches für fränkische Landesforschung wird, wie stets, von dem "Bericht über die Arbeiten zur fränkischen Landesforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg" eingeleitet.
J. Petersohn, "Die Litterae Papst Innozenz' III. zur Heiligsprechung der Kaiserin Kunigunde (1200)" untersucht und ediert die päpstliche Kanonisationsurkunde des Jahres 1200, die in der Folgezeit als Vorbild für Heiligsprechungsurkunden gedient hatte und bietet damit wichtige allgemeine Aufschlüsse über eine noch weitgehend unerforschte Quellengattung. In seinem "Versuch über Wolfram" rekonstruiert K. Bertau das Bild einer historischen Subjektivität, gewinnt aus Wolfram von Eschenbachs Dichtungen die innere Biographie des fränkischen Dichters, dessen Leben und Lebensraum in neuer Sicht interpretiert werden. Umfang und Struktur eines spätmittelalterlichen fränkischen Territoriums untersucht R. Sprandel, "Die territorialen Ämter des Fürstentums Würzburg im Spätmittelalter". Die differenzierten Formen, in denen Amt und Lehen für die Verwaltung nutzbar gemacht worden sind, werden beispielhaft für die weitere Erforschung des spätmittelalterlichen Territorialstaates herausgearbeitet. Seine in den früheren Jahrbüchern begonnene Auswertung der Würzburger Landgerichtsprotokolle, in denen die unmittelbare Realität mittelalterlichen Rechtslebens überliefert ist, setzt H. v. Heßberg mit "berufen - proclamare" in bewährter Art fort. E. Laubach, "Zur Botschaft des Paukers von Niklashausen" interpretiert die anläßlich ihrer 500jährigen Wiederkehr aktuell gewordene Niklashauser Fahrt behutsam und quellennah und gelangt zu differenzierter Einschätzung der meist einseitig als sozialrevolutionäre Bewegung gedeuteten Ereignisse von 1476. Zum Hans-Sachs-Jubiläum 1976 klärt R. Endres, "Zur Lage der Nürnberger Handwerkerschaft zur Zeit des Hans Sachs" den sozio-ökonomischen Hintergrund - ein gleichermaßen für die Nürnberger Sozialgeschichte und die Hans-Sachs-Forschung wichtiger Beitrag. Aufschluß über materielle Basis und Probleme der Schönborn-Kultur bietet A. Schröcker, "Jüdische Finanziers des Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn (1655-1729)". Die Stellung fränkischer Theologen zu beherrschenden Fragen der Geistesgeschichte des 18. Jhdts., der Bestimmung des Verhältnisses zwischen Offenbarung und Vernunft, zwischen Orthodoxie und Neologie, zwischen Rationalismus und Suprarationalismus untersucht F. W. Kantzenbach, "Der Anteil fränkischer Theologen an der Grundlagendebatte der deutschen Aufklärung". Die romantische Entdeckung Nürnbergs spiegelt sich im Beitrag F. Zinks, "Ludwig Richter am Maxtorgraben in Nürnberg" wider, wobei im Vergleich mit einer Radierung J. J. Kirchners die Zahl der auch topographisch wichtigen älteren Ansichten der Nürnberger Burg vermehrt wird. D. Langewiesche, "Die politische Vereinsbewegung in Würzburg und in Unterfranken in den Revolutionsjahren 1848/49" gelingt es, am regionalen Beispiel soziale Strukturen und politische Bewegungen in den Jahren 1848/49 präzise zu beschreiben und damit allgemeine Aufschlüsse über Erwartungen und Verhaltensweisen des deutschen Bürgertums jener Zeit zu gewinnen. Den um die fränkische Geschichte und das Institut für fränkische Landesforschung hochverdienten Professor D. Dr. Hans Liermann würdigt ein Nachruf von G. Pfeiffer, "Hans Liermann und die fränkische Landesgeschichte". "Das Schriftenverzeichnis Hans Liermanns" steuerte D. Karasek bei.


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