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DFA 034/035

TITEL: Deutsches Familienarchiv Bd. 34/35 (1967); II u. 662 S., 136 Abb.
Bearbeiter: Körner, Hans
Beiträge:
VI. Kapitel. Die Würzburger Siebold. Eine Gelehrtenfamilie des 18. und 19. Jahrhunderts
ISBN: 3-7686-5151-7



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Z U M   I N H A L T 

Dr. Hans Körner: Die Würzburger Siebold. Eine Gelehrtenfamilie des 18. und 19. Jahrhunderts.
Der Doppelband des DFA behandelt in zahlreichen Lebensbildern die Geschichte der ausgestorbenen Familie v. Siebold. Sie war seit 1760 in Würzburg ansässig und hat in drei Generationen viele Mediziner und Naturwissenschaftler von Rang hervorgebracht, u. a. in Würzburg Carl Caspar v. Siebold (1736-l807), Professor der Anatomie und Chirurgie, Oberwundarzt, dessen Söhne Christoph (1767-1798), Professor der Medizin und 1. Arzt am Juliusspital, Barthel (1774-1814), Professor der Chirurgie und Oberwundarzt am Juliusspital, und Elias (1775-1828), Professor der Geburtshilfe in Würzburg und Berlin. Damian (1768-1828) war Arzt und Direktor des hessischen Medizinalkollegiums in Darmstadt, dessen Frau Josepha (1771-1849) eine gesuchte Geburtshelferin, die 1815 ehrenhalber zur Doktorin der Geburtshilfe promoviert wurde. Ihre Tochter aus 1. Ehe, Charlotte Heiland genannt v. Siebold (1788-1859), schloß ihr Studium der Geburtshilfe mit der Promotion in Gießen ab (1871) und praktizierte jahrzehntelang in Darmstadt. Die Brüder Eduard (1801 bis 1861) und Carl Theodor (1804-1885) wurden als Professoren der Geburtshilfe in Marburg und Göttingen bzw. der Zoologie und Physiologie in Erlangen, Freiburg, Breslau und München bekannt. Philipp Franz (1796-1866) unterrichtete als Arzt der niederländischen Handelsniederlassung in Nagasaki die streng abgeschlossenen Japaner in europäischen Wissenschaften. Durch seine grundlegenden Werke zur Flora, Fauna, Literatur, Geschichte und Landesbeschreibung wurde er zum "wissenschaftlichen Entdecker Japans". Seine Söhne Alexander (1846-1911) und Heinrich (1852-1908) setzten als japanische bzw. österreichisch-ungarische Diplomaten das politische Lebenswerk ihres Vaters fort.
Über ihre eigentlichen Berufsaufgaben hinaus haben diese Siebold Großes geleistet als Reformer und Organisatoren, Forscher und politische Berater, Sammler und Fachschriftsteller. Das alles ist gestellt vor den Hintergrund der Geschichte der Wissenschaften - besonders der der Medizin -, der Universitäts- und Standesgeschichte, der allgemeinen und der Landes- und Ortsgeschichte. Die Darstellung reicht so von den Ereignissen in Würzburg um 1800 bis zum München der sechziger Jahre, von der Einweihung der neuen Würzburger Anatomie 1788 bis zur Wiener Weltausstellung von 1873, vom "Kampf" um die Gleichberechtigung von Medizin und Chirurgie bis zur Eingliederung Japans in den Weltverkehr, von der Sammeltätigkeit des einzelnen Gelehrten bis zum Ausbau der naturwissenschaftlichen und völkerkundlichen Museen, vom Siebenjährigen Krieg bis zum 1. Weltkrieg.
Die Lebensbilder sind erwachsen aus eingehendem Studium von ungedruckten und gedruckten Quellen in Archiven, Bibliotheken und Museen und in zeitgenössischem Schrifttum, aus der Auswertung der schriftlichen Nachlässe und eigener Schriften der Siebold. Diese von den einzelnen Siebold verfaßten Werke - selbständig und in Zeitschriften bzw. in Sammelwerken - sind gesondert zusammengestellt.
Eine Genealogie aller Würzburger Siebold (insgesamt 139) wird als Anhang in übersichtlicher Form (mit ausklappbarer Stammtafel und 6 Ahnentafeln) gebracht. Dabei werden auch die Nachkommen der ausgeheirateten Töchter aufgeführt (insgesamt 375).
Der unmittelbaren Anschauung dienen 87 Bildnisse der Siebold und 55 Abbildungen von Orten, Gebäuden, Wappen und Schriftproben, die in einem Verzeichnis erläutert werden.



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